Wenn Sie sich zu einem Kauf oder Bau einer Immobilie entscheiden und Geld von einer Bank ausleihen, werden Sie als Bauherren unter anderem mit Begriffen wie Effektivzins und Sollzins konfrontiert. Als Laie ist man teilweise damit überfordert. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich vom Fachmann beraten zu lassen, bevor man sich entscheidet. Wir bedanken uns bei Thomas Ellger, Geschäftsstellenleiter BS Baugeld Spezialisten Dortmund für den interessanten Gastbeitrag.

Baugeld Tipp der Woche: Grundlage für den Finanzierungsvergleich – der Effektivzins

Im Schaufenster vieler Banken werden sie plakativ beworben: die Zinsen für ein Darlehen oder ein Sparbuch. Verpflichtend ist in Deutschland, dass deutlich der Effektivzins ausgewiesen ist, der viele Kreditnebenkosten bereits einrechnet. Aber dennoch sagt er nur die halbe Wahrheit. Trotz Inflation und Eurokrise: Die Zinsen sind derzeit niedrig. Was den Sparer ärgert, ist für Menschen, die sich Geld ausleihen müssen, gut. Denn je niedriger die Zinsen sind, desto geringer sind automatisch auch die Gesamtkosten, die zum Beispiel ein Immobilienkredit im Verlauf der Jahre anhäuft.

Leitzins als Grundlage für den Immobilienkredit

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Thomas Ellger

Die Europäische Zentralbank (EZB) benennt die Höhe des Marktzinses. Als langfristige Darlehen gelten die Immobilienkredite, deren Zinshöhe sich ebenfalls am EZB-Leitzins orientiert. Die EZB hat dabei die Geldstabilität als oberstes Ziel. Herrscht also Inflation in der Eurozone – wie es derzeit der Fall ist – dann erhöht sie potenziell den Leitzins, um Geld teurer zu machen. Die Folge davon ist, dass weniger Geld verliehen wird, also auch weniger Inflation geschieht.

Der Effektivzins zeigt nun ein Stück weit die tatsächlichen Kosten des Kredits“, beschreibt Thomas Ellger, Geschäftsstellenleiter des Baugeldvermittlers BS Baugeld Spezialisten Dortmund. Denn inbegriffen sind hier laut PangV – der Verordnung, die Banken zur Ausweisung des Effektivzinses verpflichtet – zum Beispiel Bearbeitungsgebühren, Tilgungssätze und natürlich der Sollzins. „Aber leider sind daneben mittlerweile auch ein paar Kostengrößen üblich, die nicht durch den Effektivzins erfasst werden.“ Dazu gehören Schätzungsgebühren oder Kontoführungsgebühren. „Ein zuverlässigerer Konditionenvergleich ist deshalb bei ansonsten gleichbleibenden Kriterien der Blick auf die Restschuld nach Ablauf des Kredits“, beschreibt Rex.

Baugeld Spezialisten-Tipp

„Für Immobilienkäufer und -bauer ergibt sich in Zeiten niedriger Zinsen die Möglichkeit, den Kredit schneller zu tilgen“, rät Thomas Ellger. „Die „Zinsersparnis“ kann in einen höheren Anfangstilgungssatz investiert werden.“ Und der Effekt ist enorm: Die Gesamtlaufzeit eines Kredits kann sich durch diese Maßnahme um viele Jahre reduzieren. Hat zum Beispiel ein Kredit in Höhe von 100.000 Euro und mit einem Anfangstilgungssatz von 1,5 Prozent sowie einem Kreditzins von 4,5 Prozent eine Laufzeit von etwa 30 Jahren, so endet ein gleicher Kredit mit einem Anfangstilgungssatz von drei Prozent schon nach etwa 20 Jahren. „Und auch in der Finanzierung gilt schließlich: Zeit ist bares Geld“, beschreibt Ellger.

Kurz erklärt: Was ist eigentlich der Sollzins?

Der Sollzinssatz ist der Preis eines Kredits. Mit ihm lässt sich eine Bank ihre Leihgabe an den Gläubiger honorieren. Zieht sie nun ihre eigenen Refinanzierungs- und Verwaltungskosten von dem Sollzins ab, dann ergibt sich für die Bank daraus die tatsächliche Marge. Als Vergleichsgröße für Kredite taugt der Nominalzins überhaupt nicht, denn die Banken haben ganz unterschiedliche Kosten, die sie zusätzlich auf den Zins aufschlagen – oder auch nicht.

Thomas Ellger, Geschäftsstellenleiter BS Baugeld Spezialisten Dortmund, entwickelt für Sie ein Finanzierungskonzept, dass zu Ihnen passt und Ihre Wünsche berücksichtigt. Er freut sich über Ihre Anfrage. Die Beratung ist bundesweit möglich.

 

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